Schrankleichendesigner2017

Die liebe Conny von „Die graue Maus“ hatte eine hervorragende Idee. Ein Wettbewerb, bei dem man einen wirklich hässlichen Stoff in ein tolles Nähwerk verwandeln soll. Ich hab mich beworben, wurde genommen und das Grauen nahm seinen Lauf….

Da außer der Idee nich nicht viel da war, ging es in der Gruppe anfangs recht chaotisch zu. Schnell war klar, dass es eine Tauschrunde gibt, damit niemand seine eigene Schrankleiche vernäht. Es wurde viel gepostet, diskutiert („Ist das ne Schrankleiche? Der ist doch schön!!!“), gelacht und getauscht. Ich wähle eine Webware, die ich gar nicht als schrecklich empfand. Ich hatte direkt ein sommerliches Kleid im Kopf.

Tja. Bis der Stoff ankam….

 

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Eis-Sudel-Auffang-Tüchlein

Mein Sohn ist Grobmotoriker und Berufs-Sudeler. Er kann mein Smartphone mit einer Präzision und Eleganz bedienen, dass ich aus dem Staunen gar nicht mehr herauskomme. Aber wenn es darum geht, dass er ein Eis isst, ohne dass es sich zu mindestens einem Drittel auf seine Hand oder sein Shirt ergießt, dann ist von der Eleganz nichts mehr zu spüren.

Außerdem ist ihm kaltes Eis unheimlich. Wenn er also ein Eis am Stiel bekommt und dieses Eis berührt seine Hand, dann lässt er es vor Schreck erstmal fallen. Wenig appetitlich.

Lösung für beides: Diese Universalläppchen für Eis:

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Was ist das für 1 krass Probeplotten?

Die liebe Kathrin von shhhout rief zum Probeplotten auf. Da ich aktuell viele Statements für B.Style plotte, passte das auch ganz gut rein. Auch bei shhhout gibt es Dateien fern ab der sonst stets präsenten Niedlichkeit. Diesmal sollten es Jahrgangsshirts werden. Das geht ja immer und der kleine Mann braucht eh noch ein Geburtstagsshirt, also habe ich mich beworben. Ich wurde auch genommen und habe mich sehr gefreut. Ich erwartete nette Damen und eine entspannte Runde. Höchstens ein wenig Stress, weil der Zeitplan evtl knapp sein könnte. Aber es kam schlimmer. Vieeeel schlimmer.

In der Gruppe merkte ich schnell, dass die Ladies dort alle einen an der Klatsche haben. „Was ist das für 1 krass Probeplotten?“ weiterlesen

Monster ärger dich nicht!

Folgendes Spiel habe ich zu Weihnachten verschenkt:

Am Anfang jedes Projektes steht die Idee dazu. Die hatte ich bereits vor über einem Jahr. Kurz vor dem letzten Weihnachtsfest sah ich in einer Nähgruppe ein genähtes Mensch-Ärger-Dich-Nicht. Das hat mir SEHR gefallen und ich nahm mir fest vor, für dieses Jahr meiner Nichte und meinen Neffen ein solches Spiel zu nähen. „Monster ärger dich nicht!“ weiterlesen

Ich hätte gerne mehr gemacht…

Bei diesem Probenähen war der Wurm drin. Ich ärger mich irgendwie immer noch…. Aber von Anfang an.

Ich hatte mich parallel bei zwei Probenähen beworben. Das ist ersteinmal nichts ungewöhnliches, denn die Chance, genommen zu werden ist ja meistens eher gering. Als dann die Zusage für ein Damen-Oberteil kam, habe ich mich natürlich gefreut. Die zweite Bewerbung lief bei Aleksio. Aleksio designt Kuscheltiere. Und das wirklich, wirklich toll. Ich selber habe auch schon eines ihrer Ebooks gekauft. Vor Monaten schon. Allerdings hat mich die Anzahl der Schnittteile bisher vom Nähen abgeschreckt. Seit Hasi kann mich diesbezüglich aber nichts mehr schocken. Und so habe ich mich gerne beworben, als Aleksio Probenäher für ein weiteres Kuscheltier suchte. Es sollte ein Krokodil werden. Stattliche 60 cm lang. „Ich hätte gerne mehr gemacht…“ weiterlesen

Geburtstagskönig!

Wer Geburtstag hat, ist König für einen Tag! Ich halte ja eigentlich nicht so viel davon, kleine Prinzen und Prinzessinnen großzuziehen. Wir wurden ja auch nicht ständig wie Hochadel behandelt und das hat uns zu bodenständigen und netten Menschen gemacht. Jedenfalls trifft das auf die Mehrheit der Menschen zu.

Aber am Geburtstag darf es ruhig etwas mehr sein! Dabei ist es ganz egal, ob das Geburtstagskind 3 Jahre alt wird oder 30: Wer Geburtstag hat ist König und darf bestimmen. Und um das zu unterstreichen, bekommt das Geburtstagskind eine Krone. Und dank unseres schönen Hobbies, ist die Zeit der Burgerking- und Pappkronen vorbei. Und so gab es neben dem Geburtstagsshirt, das ich hier vorgestellt habe, auch eine genähte Krone. „Geburtstagskönig!“ weiterlesen

… und die zweite folgt sogleich!

Nachdem die erste Tasche so gut funktioniert hatte, und der Stoff für die Zweite schon darauf wartete, verarbeitet zu werden, macht ich mich am Wochenende schon an meine zweite Tasche.

Hier das benötigte Material, wobei der Retrostoff natürlich Geschmackssache ist. Wer mich kennt, weiß aber, dass ich so ein Muster ohne mit der Wimper zu zucken auch an die Wand tapezieren würde. 😉 Ansonsten wählte ich für unten Kunstleder (viel zu teuer im Bastelgeschäft eingekauft), für oben braunen Breitcord (mein geliebter Opahosencord) und innen einen blauen Baumwollstoff.

 

Zuerst werden die Stoffe zugeschnitten und anschließend je nach Bedarf mit Vlieseline verstärkt. Was man NICHT tun sollte… die Verstärkung auf das Küchentuch bügeln, statt auf den Stoff… Ein Glück, dass zwischen Vlieseline und Bügeleisen noch das Tuch war, sonst hätte ich den Kleber am Bügeleisen gehabt… Und ich frag mich immer, wie andere es hinbekommen, ihr Bügeleisen mit Vlieseline zu versauen…. Und ich SCHWÖRE, ich habe fünf mal geschaut, ob es richtig herum liegt! Hätte wohl besser sechs mal geschaut… 🙄

Zuerst werden dann die Außenstoffe jeweils zusammengenäht. Da ich dieses Mal Baumwollstoff statt Kunstleder in der Mitte hatte, gab es beim Absteppen hier auch keine Probleme. Anschließend werden die Innentäschchen genäht und angebracht, die Reißverschlüsse vorbereitet, und weitere solche „Piedelaufgaben“ bevor es ans eigentliche Zusammennähen geht.

Zum Glück ist (wie ja schon letztes Mal erwähnt) alles sehr genau in der Anleitung beschrieben. Mit vielen Bildern, so dass man auch immer schauen kann, ob man auch immer die richtige Seiten festnäht und nicht plötzlich der Reißverschluss ins Innenfutter zeigt.

Und dann wird es spannend. Die eigentliche Tasche wird zusammengenäht. Hierbei ist die größte Herausforderung, dass eine ganze Menge starren Stoffs unter die dann plötzlich sehr kleine Nähmaschine muss…

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Und dann kommt immer der spannendste Moment. Das Wenden. Erst dann sieht man, ob wirklich alles da ist, wo es hingehört. Und nicht plötzlich die Gurtbefestigungen innen sind oder der Reißverschluss eben nach innen zeigt. Außerdem sieht man zum ersten Mal, ob die gewählten Stoffe auch so zusammen wirken wie man das vorher im Kopf hatte. Vernäht sehen manche Stoffe nämlich plötzlich ziemlich blöd aus.

Ich hatte großes Glück, alles war da, wo es hingehörte, und die Stoffauswahl gefällt mir immernoch 🙂 Dann musste nur noch die Innentasche in die Außentasche gesteckt werden.

Beim Gurtband machte ich es mir diesmal ganz einfach. Ich nahm den Träger einer vorhandenen, gekauften Tasche, die ich ewig nicht benutzt hatte. Es handelt sich um ein Baumwollgurtband, das farblich gut passte. Und man muss ja nicht immer das Rad neu erfinden. Et voilà: Meine zweite Foldover:

Natürlich wieder mit Handy-Innenfach und Reißverschlussfach innen. Hier noch ein paar Detailaufnahmen:

Mein Material ist jetzt erst einmal aufgebraucht, aber ich bin mir sicher, dass sich das auch nochmal ändert 😀 Außerdem habe ich eben erst festgestellt, dass es bei dem Schnittmuster auch eine Taschenvariante mit Außenfach gibt. Das muss SELBSTVERSTÄNDLICH auch ausprobiert werden!

Meine erste Tasche!

Da ich in den letzten Tagen abends Zeit hatte, habe ich mich mal an ein Projekt gewagt, das ich schon lange vorhatte. Eine Handtasche, genauer gesagt, eine Foldover-Tasche. „Foldover“ bedeutet, dass der obere Teil der Tasche umgeklappt werden kann, so dass wirklich niemand unbemerkt an den Inhalt gelangen kann. Vor Jahren hatte ich mir eine solche Tasche gekauft und war seitdem immer wieder auf der Suche nach einer neuen. Tja, und dann sah ich diese Tasche plötzlich in allen möglichen Nähgruppen bei Facebook. Die Foldover-Tasche von Hansedelli. Es war direkt klar, dass ich mich da mal heran wagen musste. Ja, und dieses Wochenende war es dann so weit. Ich kaufte Kunstleder bei Tedox, bestellte Karabiner und Reißverschlüsse im Internet (die sind im örtlichen Handel wirklich unverschämt teuer) und ergatterte auch noch einen schönen, dicken, passenden Baumwollstoff als Reststück in einem Stoffladen.

Zuerst hab ich die Innenseiten zugeschnitten und die Außenseiten zusammen genäht.

Bei den Außenseiten hatte ich dann schon das erste Problem. Trotz Teflonfüßchen wollte das Kunstleder beim Absteppen einfach nicht transportiert werden. Ich musste also manuell nachhelfen. Das sieht man deutlich am Stichbild, es ist sehr ungleichmäßig. Aber da schaut ja niemand so genau hin 😉 Die Innenteile sind mit Vlieseline H250 verstärkt, bei der Außenseite ist nur der obere Bereich mit dem Baumwollstoff mit H630 verstärkt.

Bei dem einen Innenteil sieht man auch schon den ersten Schnickschnack der Tasche: Eine zweigeteiltes Innenfach für Handy , Schlüssel und co. Das ist ganz simpel einfach auf das Innenteil aufgesetzt und abgesteppt:

Die Zwillingsnadel hab ich dafür (wie unschwer zu erkennen ist) NICHT benutzt. Das ist mir bei dem groben Stoff auch zu heikel mit den zarten Nädelchen. Ich habe übrigens für die gesamte Tasche eine 90er Jeansnadel verwendet. Gut. Eigentlich zwei. Die erste ist am Reißverschluss gescheitert…

Tja, nachdem die Tasche also soweit war, musste ich eine Zwangspause einlegen, weil der Onlineshop meines Vertrauens leider etwas hinterherhinkte mit der Lieferung von Reißverschlüssen, Gurtband und co. Gestern Abend ging es dann aber weiter. Da ich aber soooo im Nährausch war, habe ich ganz vergessen, das ein oder andere Foto zu machen. 😳

Das erste mal Reißverschluss, das erste mal eine Tasche, das erste mal Kunstleder…. war schon spannend. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bin stolz wie Bolle:

Das Gurtband ist selber genäht, da von den bestellten Bändern optisch keines gepasst hat. Dazu habe ich einen 10 cm breiten und 140 cm langen Streifen rundherum versäubert, die Seiten eingeschlagen, das ganze in der Mitte gefaltet (natürlich immer gut gebügelt) und dann die Ränder der Länge nach abgesteppt.

Neben dem Innenfach hat die Tasche sogar noch ein Reißverschlussfach! Hab keinen Schnickschnack ausgelassen. Nähen am Limit 😆 Hier ein paar Detailfotos. Selbstverständlich nur von den schönen Stellen 😎

Die Tasche ist ein schönes Beispiel dafür, dass sich sogenannte Ebooks meistens lohnen. „Ebooks“ sind in den Hobbynähkreisen Schnittmuster mit Anleitungen, die man im pdf -Format käuflich erwerben kann. Im Gegensatz zu „Freebooks“ (welch eine herrliche Wortschöpfung, oder?), die kostenlos sind. Daneben gibt es natürlich noch die klassischen Papierschnittmuster. Hier handelt es sich jedenfalls um ein Ebook und die Anleitung dieser Tasche ist wirklich, wirklich verständlich. Jeder kleinste Schritt ist mit vielen Bildern erklärt, so kann man auch als Anfänger ohne Probleme eine tolle Tasche nähen! Super Sache, wirklich. Vielen Dank an Hansedelli für das tolle Ebook!

Und da die Tasche unendlich viele Stoffkombinationen ermöglicht und Frau ja sowieso nie genug Taschen haben kann, werden wohl noch einige Foldovers folgen!

Wachstuch des Grauens

Vor einiger Zeit schon habe ich einen Bezug für unseren Tripp Trapp Hochstuhl genäht. Da mein Sohn aber das Essen eher großzügig um sich herum verteilt, war der Bezug aus normaler Baumwolle nicht optimal. Ich beschloss also, einen neuen Bezug zu nähen. Da ich schon einige Näharbeiten mit Wachstuch gesehen hatte, wollte ich das auch für den Bezug nehmen.

Bei Tedox fand ich buntes Wachstuch. Sehr bunt. Wirklich sehr bunt. Aber ich mochte es direkt:

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Für dein ein oder anderen wäre das Motiv Grund genug für den Titel dieses Eintrags. Aber dazu kommen wir später 😉 Die Anleitung für den Bezug habe ich von Ruellis Welt. Das Schnittmuster hatte ich noch vom letzten Mal ausgedruckt, so dass der Zuschnitt schnell gemacht war:

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Das Weiße im Bild ist eine billige Kik-Decke. Die nutze ich gerne für Füllungen. Ist deutlich günstiger als Volumenvlies, muss aber eben mit eingenäht werden. 20160210_141416

Die Kissen sind sehr unkompliziert zu nähen. Einfach Rechts auf Rechts zusammen legen, Befestigungsstreifen noch dazwischen, Füllung obendrauf, einmal herumnähen und wenden. Ich verwendete eine Jeansnadel und ein Teflonfüßchen und nähte mit einfachem Gradstich mit großer Stichlänge

Beim Sitzkissen kommt noch ein Schlitz für das Babyset. Die Position davon kann man leicht ermitteln, indem man das fertige Kissen auflegt und mit einem Stift die spürbare Vertiefung nachzeichnet. Am einfachsten geht der Schlitz dann mit dem Knopflochprogramm, das eigentlich jede Nähmaschine hat.

Doch hier fing mein Problem schon an. Das Wenden war beim Wachstuch alles andere als einfach. Es war extrem widerspenstig, klebte aneinander und ließ sich kaum wenden. Und beim wenden riss es auch noch an vielen Stellen. Sowohl das Wachstuch, dass durch die Naht ja perforiert war, als auch die Nähte selber wegen der hohen Belastung. Beim Rückenkissen ließ ich daher den kompletten unteren Bereich offen, um möglichst komfortabel wenden zu können. Hier waren aber die schmalen Armteile das Problem.

Am Ende sah es dann so aus:

Das, was vorne Herunterhängt ist eigentlich ein Befestigungsstreifen, der aber beim Aufziehen abgerissen ist. Im Nachhinein ist das gar nicht so schlimm, hier kommt schließlich eine ganze Menge Essen vorbei. Von Weitem sieht der Bezug gar nicht schlecht aus, beim näherem Hinsehen, offenbaren sich aber die katastrophalen Ecken:

Ich wollte dann erst mit Sekundenkleber ausbessern, aber eigentlich erfüllt es ja auch so seinen Zweck und je mehr ich jetzt daran herumgefummelt hätte, umso mehr hätte man es am Ende ja doch gesehen. Also bleibt es so und ich zeig einfach niemandem die Risse. 😉

Wimpelketten sind dekorativ!

Es gibt etwas, das man leicht nähen kann, man kann Reste verwenden, es geht schnell… man muss nicht einmal Wendeöffnungen verschließen! Und dennoch hat es jetzt Monate gedauert, bis ich mich ENDLICH mal darangesetzt habe: Wimpelketten.

Das Nähen ist denkbar einfach. Zuerst wird aus Pappe ein „Schnittmuster“ hergestellt. Sprich, ein Wimpel. Etwas größer als die fertigen Wimpel sein sollen wegen der Nahtzugabe. Anschließend werden beliebig viele Dreiecke aus Stoff zugeschnitten. Ich habe Baumwolle und Jeans genommen. Zum Zusammennähen habe ich meine Overlock genommen. Bei Baumwolle ist sie eigentlich nur zum Versäumen geeignet, aber da ja keine Belastung auf den Nähten ist, ist das kein Problem. Zwar wäre es mit der Nähmaschine fast noch schneller gegangen, aber ich habe meine Overlock erst seit wenigen Wochen und liebe es, sie zu benutzen! Die Ecken unten habe ich gerade abgeschnitten, damit die Overlocknaht beim Wenden nicht stört. Die Fäden hab ich mit einem Feuerzeug abgeflammt.

Tja, was soll ich sagen… Wenn man erst einmal dran ist, geht das Wimpelnähen wie von selbst… Die unkontrolliert aus allem Greifbaren genähten Wimpel hab ich dann sortiert. Geplant waren zwei Wimpelketten, am Ende waren es dann drei:

Nur das Bügeln am Ende nervte ein wenig. Bin nicht so der Bügelfreund. Aber was muss, das muss. Jetzt mussten sie nur noch zu einer Kette verbunden werden. Sonst wäre es ja keine Wimpelkette. Sondern… naja… nur Wimpel eben.

Ich nahm dazu Baumwollschrägband, das ich in der Mitte gefaltet habe. Bei der ersten Kette habe ich noch die Wimpel mühsam abgesteckt, bei der zweiten hab ich mir das schon gespart, sondern einfach Wimpel für Wimpel eingelegt und mit einem einfachen Gradstich angenäht:

So kam ich auch gut voran. Bis gaaaanz am Ende…. bei der letzten Wimpelkette… beim allerletzten Wimpel…. auf den letzten Zentimetern…  wenn man grade schon dem quengelnden Sohn zugerufen hat „Nur noch 10 cm, Schatz“…. dann passiert das:

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Oberfaden gerissen. Kennt ihr, oder? Weitere Varianten sind leere Unterfadenspulen, gebrochene Nadeln, leerer Oberfaden oder einfach eine Maschine, die aus heiterem Himmel lieber Fadensalat produziert als eine saubere Naht. Naja, die letzten 10 cm durfte ich dann aber unbehelligt zu Ende nähen!

Und aufgehangen war ich mit meinem Werk wirklich sehr zufrieden! Nur die dritte (und eigentlich schönste) Kette hängt noch nicht.

Und weil das Wimpel nähen so schnell geht, habe ich am nächsten Tag direkt eine kleinere Kette gemacht, die nun als Türschild am Kinderzimmer dient.

Hier habe ich ein Stück Jersey auf Vliesofix aufgebügelt und auf die Papierseite die Buchstaben gemalt. Selbstverständlich ist mir erst am Ende aufgefallen, dass die ja spiegelverkehrt sein müssen. Glück im Unglück: Ich musste nur das „N“ neu machen. Dummerweise gab es aber ausgerechnet davon 2 Stück 😉

Die Buchstaben habe ich dann auf die Wimpel gebügelt und mit einem einfachen Gradstich festgenäht. Die Wimpel wurden dann mit Baumwollschrägband zusammengenäht und anschließend noch das hübsche Webband obendrüber. Eine schöne Möglichkeit mal Webband in Szene zu setzen. Da ich wenig „Tüdelkram“ wie Utensilos nähe, habe ich sehr selten Verwendung für schöne Webbänder.

Also: Ran an die Wimpel. Auch prima als Entspannung für zwischendurch, wenn ein Projekt mal so gar nicht gelingen will! Aber Vorsicht: Während ich dachte, jeder mag Wimpelketten und schon insgeheim beschlossen hatte, alle Neu-Eltern im Freundeskreis damit zu beglücken, war mein Mann alles andere als begeistert. Für ihn wäre das was, das ans Schiff gehört und er fände es suspekt, sowas als Deko ins Zimmer zu hängen. Tja. Also lass ich das besser mir dem zweifelhaften beglücken wehrloser Eltern.