Indianer-Messlatte

Zwar ist es allgemein nicht zu übersehen, dass Kinder wachsen wie Unkraut, aber ein klassisch deutscher Wesenszug ist es ja, alles gerne ganz genau zu dokumentieren. Also lieben wir natürlich auch hübsche Messlatten für unser Kind. Mit „wir“ meine ich natürlich in erster Linie das Kind. Während das Kind nämlich voller stolz sieht, wie groß es geworden ist, starren die Eltern nur wehmütig auf die immer höher steigende Markierung, fragen seufzend wo nur die Zeit hin ist und wenden sich voller Selbstmitleid dem Weinglas zu. Naja. So ähnlich jedenfalls.

Auch bei uns muss es natürlich eine Messlatte geben und da hatte GroWiDesign die perfekte Plottdatei für uns. Diese Datei besteht aus einem Totempfahl und einem kleinen Indianer. Genauer gesagt aus einem Endstück Totempfahl und beliebig vielen Pfahlstücken. Hier die Variante des kleinen Indianerjungens ohne Messlatte. Ist er nicht herzig?16105969_1388347327875003_4117631588468262089_n

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Mein Name ist Anna und ich bin La Silla süchtig…

Na gut, nicht ganz. Meine liebste Nähuschi ist viel schlimmer. Die hat sich gefühlt schon 10 davon genäht. Was La Silla ist? Die La Silla ist ein Hoodie-Kleid. Also ein extralanger Kapuzenpulli. Ist noch bequemer als Röcke und kann mit Umstandskleidern und Jogginghosen absolut mithalten. UND: Sieht super aus!

Was ich am liebsten daran mag: Man zieht im Halbschlaf einfach eines der Kleider aus dem Schrank und muss sich nicht darum kümmern, welches Oberteil nun dazu einigermaßen passt. Mit einem Griff ist das Outfit komplett! Woooohooooo!

Und hier mal meine La Sillas. Erst zwei, aber die werden heiß geliebt. Das petrolfarbene Kleid ist aus Wintersweat und da habe ich mich mit Kordeln ausgetobt. Das schwarze ist aus Sommersweat und mit Taschen.

Die nächste wird dann definitiv mit Taschen und wahrscheinlich auch wieder mit Kordel. Das sieht einfach irgendwie Hoodie-mäßiger aus.

Und weil heut Donnerstag ist, geht es damit ab zu RUMS

Monster ärger dich nicht!

Folgendes Spiel habe ich zu Weihnachten verschenkt:

Am Anfang jedes Projektes steht die Idee dazu. Die hatte ich bereits vor über einem Jahr. Kurz vor dem letzten Weihnachtsfest sah ich in einer Nähgruppe ein genähtes Mensch-Ärger-Dich-Nicht. Das hat mir SEHR gefallen und ich nahm mir fest vor, für dieses Jahr meiner Nichte und meinen Neffen ein solches Spiel zu nähen. „Monster ärger dich nicht!“ weiterlesen

Ein Hase, der nicht hüpft…

…jedenfalls nicht von der Nähmaschine!

Ich habe wieder bei einem Probenähen mitgemacht. Dieses Mal etwas ganz anderes. Ein Kuscheltier, genau genommen ein Hase. Ich habe schon ein paar Kuschentiere genäht und finde selbstgenähte Kuschelfreunde einfach süß! Also hab ich mich gefreut, mit zum Probenähteam für den „Meister aller Lampen“ zu gehören.

Schon beim Zuschnitt merkte ich aber, dass ich es hier mit einer anderen Kategorie von Kuscheltieren zu tun hatte. Der Hase sollte aus 26 Teilen zusammengesetzt werden! Also meine bisherigen Kuscheltiere bestanden aus 2-6 Teilen… jedenfalls nicht mehr als 10! Puh…. das kann ja was werden. „Ein Hase, der nicht hüpft…“ weiterlesen

Mysterium Zwillingsnadel und ihre Alternativen

Wie ganz viele Näherinnen fing ich in der Elternzeit mit dem Nähen an. Ja, denn es gibt wirklich spannenderes als ein Baby zu hüten, besonders, wenn man das Glück hat, ein unkompliziertes Exemplar erwischt zu haben. Diese Exemplare schlafen nämlich viel und beschäftigen sich tatsächlich gerne selber. Schauen mit großen Augen in die Welt und brabbeln vor sich hin. Da braucht man eine Möglichkeit, sich zu Hause zu beschäftigen. Und nähen ist da optimal.

Das heißt aber auch, dass man das Nähen damit beginnt, Babykleidung zu nähen. Also bevor man sich mal gründlich mit der Materie „Nähen“ befasst, geht es meistens direkt an Jersey, der nunmal nicht der dankbarste Stoff beim Verarbeiten ist. Hier einen sauberen Abschluss der Nähwerke hinzubekommen ist auch für erfahrene Näherinnen nicht immer einfach. Meistens wird dann Bündchen als Abschluss genommen. Bei Babykleidung wirklich praktisch, aber spätestens, wenn die Kinder größer sind und / oder man etwas für sich selber näht, will man auch gerne mal Alternativen ausprobieren. „Mysterium Zwillingsnadel und ihre Alternativen“ weiterlesen

Revier markieren

Wenn man viel näht, stellt sich früher oder später die Frage, wie man seine Nähwerke markieren kann. Und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Größenangabe in Kinderkleidung
  2. eigenes Label als „Markenzeichen“
  3. Namen des Kindes, weil in der KiTa alles verschwindet

Es gibt dazu nun zahlreiche Möglichkeiten. Eigene Labels zum Einnähen kann man individuell im Internet erstellen und kaufen. Größenangaben kann man Plottern oder einfach mit einem Stoffmalstift hineinschreiben. Das gleiche gilt für den Namen des Kindes. „Revier markieren“ weiterlesen

Geburtstagskönig!

Wer Geburtstag hat, ist König für einen Tag! Ich halte ja eigentlich nicht so viel davon, kleine Prinzen und Prinzessinnen großzuziehen. Wir wurden ja auch nicht ständig wie Hochadel behandelt und das hat uns zu bodenständigen und netten Menschen gemacht. Jedenfalls trifft das auf die Mehrheit der Menschen zu.

Aber am Geburtstag darf es ruhig etwas mehr sein! Dabei ist es ganz egal, ob das Geburtstagskind 3 Jahre alt wird oder 30: Wer Geburtstag hat ist König und darf bestimmen. Und um das zu unterstreichen, bekommt das Geburtstagskind eine Krone. Und dank unseres schönen Hobbies, ist die Zeit der Burgerking- und Pappkronen vorbei. Und so gab es neben dem Geburtstagsshirt, das ich hier vorgestellt habe, auch eine genähte Krone. „Geburtstagskönig!“ weiterlesen

Ergebnis: Gut. Gelernt: Viel!

Plötzlich erscheinen sie überall. In allen Nähgruppen, auf allen Blogs…. Probenäherinnen, die das ok erhalten haben, ihre Werke zu präsentieren. Wie bei einem Erlkönig werden vorher nur kleine Details gezeigt („Teaser“ im Online-Nähgruppen Fachjargon). Und plötzlich hat man das Gefühl, alle nähen nur noch diesen einen Schnitt. Die Pinwände sind voll davon.

Jetzt gibt es zwei Lager.

  1. Die einen mögen den Schnitt nicht und scrollen jedesmal geduldig, aber augenrollend weiter. Je nach Erfolg eines Schnitts, kann das allerdings Wochen dauern, bis die Bilderflut abebbt. Zwischendurch kommt vielleicht der ein oder andere bissige Kommentar oder eine hitzige Diskussion, wenn jemand versucht, den Hype zu hinterfragen. Hier empfielt sich dann Popcornkauend einfach mal die Kommentare durchzulesen.
  2. Die anderen finden den Schnitt direkt super und lieben jedes einzelne Nähwerk nach diesem Schnitt, weil es Informationen liefert über Passform, Gestaltungsmöglichkeiten, Ideen…

Bei dem Schnitt „Hazel“ von Le-Kimi gehörte ich absolut zur zweiten Gruppe! Ich sah die ersten Bilder und wusste, das wird mein nächstes Werk! Als ich dann gesehen hab, dass es sich um ein gratis Schnittmuster handelte, war ich natürlich ganz begeistert. Die Begeisterung wurde kurz gebremst, als ich das Muster ausdruckte, zusammenklebte und ausschnitt. Schließlich will ich ja nähen und nicht basteln. Aber das gehört nunmal dazu.

Dann kam die Stoffwahl. Geplant war ein Sweat, gerne als „Doubleface“, also mit unterschiedlichen Farben innen und außen.Gekauft habe ich dann einen Jeansstoff. Zwar mit Strechanteil, aber dennoch ziemlich fest. Aber ich sah den Stoff und hatte sofort „meine“ Hazel im Kopf.

Nach einer Stunde, war alles zugeschnitten und von meinen 2 Meter Stoff auch kaum was übrig. Und das bedeutete, dass die Kapuze auch einlagig werden musste. Einen Kombistoff wollte ich nicht mit rein nehmen. Aber es ist ja eine schöne Übung, Nähte hübsch zu machen. Bei einer einlagigen Jacke ja eh notwendig. Ich habe es mir aber einfach gemacht. Mit der Overlock genäht und versäubert, dann mit einem Jerseystich (da der Stoff ja dehnbar ist) eine zusätzliche Naht daneben genäht und anschließend die Nahtzugabe festgenäht. Sauberer wäre eine sogenannte französische Naht oder Kappnaht gewesen. Aber ich bin auch so zufrieden.

Bzw. ich war es…. Da ich es gewohnt bin, dass mir die angegebenen Größen auch gut passen, habe ich die Jacke auch komplett fertig genäht und erst nach dem Säumen mal anprobiert. DAS war ein fataler (Anfänger-)Fehler!

Die Arme waren etwas eng, aber sonst ok. Aber der Rest saß überhaupt nicht. Es war einfach überall zuviel Stoff! Das lag aber nicht etwa an meiner feengleichen Gestalt (*räusper*), sonder daran, dass der Stoff einfach nicht so fiel, wie für den Schnitt vorgesehen. Jersey oder Sweat fällt weich und umspielt somit den Körper, so macht der viele Stoff die Jacker schön leger. Bei meinem Jeansstoff stand das dann aber überall komisch ab. Vorne sah es aus wie eine Tonne, hinten wie ein Frack. Enger machen ist ja grundsätzlich nicht das Problem und weil sogar am Rücken eine Naht ist, gibt es genug Stellen, an denen man nachjustieren kann. ABER: Ich Schlaumeier hatte ja schon alles gesäumt. Und da ich während des Nähens mehrfach die Art zu säumen änderte (auch so ein Anfängerfehler! In Zukunft: Erst planen, DANN nähen), könnte ich den Saum auch nicht einfach entfernen. Also wird der Saum jetzt durch mehrere Nähte unterbrochen und musste angebastelt werden. Vorne musste ich den Stoff ganz blöd umklappen, weil auch schon der Verschluss befestigt war und das gar nicht so einfach war.

Ich weiß nicht, ob es nun besser gewesen wäre, den kompletten Saum abzuschneiden, die Änderungen zu machen und dann nochmal komplett neu zu säumen. Ich hätte dafür aber nicht genug Jeansstoff gehabt, sondern hätte auf Bündchenware zurückgreifen müssen. Aber wenn man nicht genau hinsieht, sieht meine Hazel wirklich gelungen aus. Auf jeden Fall individuell 😎 Also darf sie so bleiben und wird auch in der Öffentlichkeit getragen!

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Aber um anderen Mut zu machen, auch mal andere Stoffe zu probieren und tapfer weiter zu nähen, auch wenn es ganz schlimm aussieht, hier mal Bilder der gebastelten Stellen, die man wirklich hätte vermeiden können:

Und damit geht es dann rüber zu RUMS!

Der Pullischnitt für alles

Nach Mütze und Hose wurde ich selbstbewusst. Ein Pullover sollte her! Da ich mir viel Wissen bei den Mädels von mamahoch2 angelesen hatte, nahm ich auch den dort erhältlichen Schnitt „Autumn Rockers“. Ein einfacher Pullover mit Raglanärmeln.

Beim Zuschnitt merkte ich schon, dass etwas mehr Aufwand dahinter steckt als bei Hose und Mütze. Und die Ärmel kamen mir RIESIG vor. Gut, dass der (teurere) Motivstoff bei mir immer an Vorderteil und Rücken ist, die Ärmel meist uni. 😉autumnrocker (3)

Beim Zuschneiden sollte man bei den normalerweise asymetrischen Ärmeln immer die Hinterseite markieren. Ebenso sollte man Vorderteil und Hinterteil entsprechend markieren. Ich persönlich habe mir von Anfang an angewöhnt, alle hinteren Seiten mit einer Nadel zu markieren. Wo bei mir also eine Nadel im Stoff steckt, ist immer hinten.

Bei meinem ersten Pulli habe ich bereits Armpatches angenäht. Einfach mit einer Nadel festgesteckt und mit einem Zickzackstich festgenäht. Supereinfach und sieht schick aus.

Es dauerte ungefähr 2 Stunden bis mein allererster Pullover fertig war. Mann, war ich stolz!!!!

autumnrocker (1)Was mir aber immer wieder passiert, wenn ich mal wieder nicht aufpasse: Ich nähe den zweiten Ärmel falsch herum an. Also links auf recht. Jedesmal aber der klassische Fall von: „Sieht irgendwie komisch aus. Aber erstmal die Naht fertig nähen, DANN gucken“

Und so wie links sieht das dann aus…. da hilft nichts als auftrennen, nochmal nähen. Passiert natürlich immer dann, wenn man es eilig hat. Hier in dem Fall war es ein Geburtstagsgeschenk, das zwei Stunden später fertig sein musste…. Hat aber noch geklappt und sowohl Geburtstagskind als auch Mama waren glücklich 😉

 

Ich nähe immernoch gerne nach dem Schnittmuster. Ergänzt um Kapuze, mit Applikation, Knopfleiste, lange Arme, kurze Arme, Rollsaum, Bündchen…. es entstehen immer wieder neue Unikate. Ein toller, variabler Schnitt!