Wachstuch des Grauens

Vor einiger Zeit schon habe ich einen Bezug für unseren Tripp Trapp Hochstuhl genäht. Da mein Sohn aber das Essen eher großzügig um sich herum verteilt, war der Bezug aus normaler Baumwolle nicht optimal. Ich beschloss also, einen neuen Bezug zu nähen. Da ich schon einige Näharbeiten mit Wachstuch gesehen hatte, wollte ich das auch für den Bezug nehmen.

Bei Tedox fand ich buntes Wachstuch. Sehr bunt. Wirklich sehr bunt. Aber ich mochte es direkt:

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Für dein ein oder anderen wäre das Motiv Grund genug für den Titel dieses Eintrags. Aber dazu kommen wir später 😉 Die Anleitung für den Bezug habe ich von Ruellis Welt. Das Schnittmuster hatte ich noch vom letzten Mal ausgedruckt, so dass der Zuschnitt schnell gemacht war:

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Das Weiße im Bild ist eine billige Kik-Decke. Die nutze ich gerne für Füllungen. Ist deutlich günstiger als Volumenvlies, muss aber eben mit eingenäht werden. 20160210_141416

Die Kissen sind sehr unkompliziert zu nähen. Einfach Rechts auf Rechts zusammen legen, Befestigungsstreifen noch dazwischen, Füllung obendrauf, einmal herumnähen und wenden. Ich verwendete eine Jeansnadel und ein Teflonfüßchen und nähte mit einfachem Gradstich mit großer Stichlänge

Beim Sitzkissen kommt noch ein Schlitz für das Babyset. Die Position davon kann man leicht ermitteln, indem man das fertige Kissen auflegt und mit einem Stift die spürbare Vertiefung nachzeichnet. Am einfachsten geht der Schlitz dann mit dem Knopflochprogramm, das eigentlich jede Nähmaschine hat.

Doch hier fing mein Problem schon an. Das Wenden war beim Wachstuch alles andere als einfach. Es war extrem widerspenstig, klebte aneinander und ließ sich kaum wenden. Und beim wenden riss es auch noch an vielen Stellen. Sowohl das Wachstuch, dass durch die Naht ja perforiert war, als auch die Nähte selber wegen der hohen Belastung. Beim Rückenkissen ließ ich daher den kompletten unteren Bereich offen, um möglichst komfortabel wenden zu können. Hier waren aber die schmalen Armteile das Problem.

Am Ende sah es dann so aus:

Das, was vorne Herunterhängt ist eigentlich ein Befestigungsstreifen, der aber beim Aufziehen abgerissen ist. Im Nachhinein ist das gar nicht so schlimm, hier kommt schließlich eine ganze Menge Essen vorbei. Von Weitem sieht der Bezug gar nicht schlecht aus, beim näherem Hinsehen, offenbaren sich aber die katastrophalen Ecken:

Ich wollte dann erst mit Sekundenkleber ausbessern, aber eigentlich erfüllt es ja auch so seinen Zweck und je mehr ich jetzt daran herumgefummelt hätte, umso mehr hätte man es am Ende ja doch gesehen. Also bleibt es so und ich zeig einfach niemandem die Risse. 😉

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