Revier markieren

Wenn man viel näht, stellt sich früher oder später die Frage, wie man seine Nähwerke markieren kann. Und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Größenangabe in Kinderkleidung
  2. eigenes Label als „Markenzeichen“
  3. Namen des Kindes, weil in der KiTa alles verschwindet

Es gibt dazu nun zahlreiche Möglichkeiten. Eigene Labels zum Einnähen kann man individuell im Internet erstellen und kaufen. Größenangaben kann man Plottern oder einfach mit einem Stoffmalstift hineinschreiben. Das gleiche gilt für den Namen des Kindes.

Ich stolperte über eine Werbeanzeige, mit der ich alle Fliegen auf einmal erschlagen konnte: Stempel!

So wie es Stoffmalstifte gibt, gibt es auch Stempelfarbe für Textilien. Also orderte ich mir einen individuellen Stempel, der mit etwas über 10 Euro gar nicht teuer war, wie ich finde. Dazu gab es dann extra Textiltinte.

Und damit kann ich nun mein Logo in Kleidung einstempeln. Die ersten Versuche auf einem Küchentuch waren erst etwas unglücklich. Zuviel Stempelfarbe, so dass es trotz fester Baumwolle durchsuppte. Das darf natürlich keinesfall sein! Am Ende fand ich aber eine sinnvolle Dosierung und TADAAAA: Ich traute mich an die ersten Stempel in der Kleidung:

Dieser Stempel dient nun in erster Linie dazu, dass verschenkte Sachen einen Wiedererkennungsmarker haben. Oft werden Kindersachen ja verkauft, verschenkt, weitergegeben etc. Da finde ich es einfach schön, dass man sehen kann, wo es herkam.

Dann fand ich im Fundus meines Vaters noch einen weiteren Stempel: Einen individualisierbaren Textstempel! Perfekt für Größen (nutze ich aber nicht, weil die Größen eh nur ungefähr stimmen) und vor allem: Perfekt fur den Namen reinzustempeln. Seit der Kleine nämlich in die Krippe geht, verschwinden ständig alle möglichen Kleidungsstücke. Ich unterstelle niemandem dass er klaut! Aber im Betrieb der Krippe wissen wahrscheinlich teilweise nichtmal die Eltern, welche Mütze jetzt die vom eigenen Kind ist. Meistens bringt nämlich der Papa das Kind und die Mama holt es ab. Oder umgekehrt. Oder die Oma bringt es…. Und die Erzieher wissen erst recht selten, wem was gehört. Auch unser Kleiner kam schon mit völlig fremden Bodys, T-Shirts oder Mützen nach Hause. Ich sag immer: Solange das Kind das richtige ist, bin ich entspannt…

Es macht also durchaus Sinn, den Namen des Kindes in die Kleidung zu stempeln. Mein lieber Mann machte sich dann ungefragt daran, den Stempel mit den minikleinen Buchstaben zu bestücken.

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Ich glaube, es dauerte nicht lang bis er das bereute. Es war nämlich WIRKLICH ein Gefummel. Ja, das ganz kleine da auf dem Tisch, das sind die Buchstaben…. Aber das Ergebnis war super:

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Nur wie ich die Textilfarbe auf den Stempel bekomme, das weiß ich noch nicht. Die zugehörigen (eingebauten) Stempelkissen sind bereits mit Tinte bestückt und lassen sich nicht entfernen…. Da muss ich noch etwas tüfteln. Aber bisher ist in der Krippe ja auch nichts (dauerhaft) weggekommen…. Alle verloren geglaubten Kleidungsstücke sind wieder aufgetaucht. Meistens übrigens bei uns selber. Das T-Shirt in der Jackentasche meines Mannes, die Mütze im Ärmel der Kinderjacke oder die Puschen in der eigenen Handtasche….. 😳

Aber wenigstens die Sachen, die ich verschenke, können jetzt mit meinem Logo versehen werden 🙂

Also, wer noch eine Alternative zu geplotteten Größen oder teuren Labels sucht: Stempeln ist das Zauberwort!

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Ein Kommentar zu „Revier markieren

  1. Das ist eine wirklich gute Idee! Ich hab auch die Labels zum Einnähen, in weiß mit grüner Schrift, weil es einfach zu mir passt. Aber wenn man dann mal ein rotes oder blaues Kleid näht, überlegt man es sich zweimal, ob man da ein Label annäht.
    LG Claudia

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