Behind the scenes – Probenähen

Wer sich in der Online-Nähszene bewegt, kommt früher oder später mit dem sogenannten Probenähen in Berührung. Was hat es eigentlich damit auf sich? Nun, der Markt ist ja nahezu überschwemmt von Ebooks und Freebooks. In der Nähszene ist ein „Ebook“ eine (kostenpflichtige) Anleitung inklusive Schnittmuster. Als pdf. Ein „Freebook“ ist ein kostenfreies Ebook.

Beide Varianten haben eines gemeinsam: Es steckt viel Arbeit darin. Das Feintuning an so einem Ebook wird mit einem Probenähen gemacht. Ein ausgewählter Kreis von Näherinnen näht den Schnitt in jeder Größe, um die Passform zu optimieren und die Anleitung auf Qualität zu überprüfen. Der Lohn ist das Ebook (gut, bei Freebooks erübrigt sich das) und die Reputation. Diese wiederum führt zu weiteren Probenähereien und (was wir ja alle wollen) vielleicht sogar irgendwann mal Designnähen zu dürfen für einen Stoffhersteller oder ähnliches. Da ich das Thema recht spannend finde, habe ich mich das ein oder andere Mal auch beworben. Das geschieht einfach, indem man bei einem Aufruf (über Facebook) kurz schreibt, welche Größe man nähen kann, idealerweise mit einem Link zu seiner Seite. „Behind the scenes – Probenähen“ weiterlesen

Geburtstagskönig!

Wer Geburtstag hat, ist König für einen Tag! Ich halte ja eigentlich nicht so viel davon, kleine Prinzen und Prinzessinnen großzuziehen. Wir wurden ja auch nicht ständig wie Hochadel behandelt und das hat uns zu bodenständigen und netten Menschen gemacht. Jedenfalls trifft das auf die Mehrheit der Menschen zu.

Aber am Geburtstag darf es ruhig etwas mehr sein! Dabei ist es ganz egal, ob das Geburtstagskind 3 Jahre alt wird oder 30: Wer Geburtstag hat ist König und darf bestimmen. Und um das zu unterstreichen, bekommt das Geburtstagskind eine Krone. Und dank unseres schönen Hobbies, ist die Zeit der Burgerking- und Pappkronen vorbei. Und so gab es neben dem Geburtstagsshirt, das ich hier vorgestellt habe, auch eine genähte Krone. „Geburtstagskönig!“ weiterlesen

Ich rocke!

Als eine ganz liebe Freundin mir erzählte, dass sie schwanger ist, habe ich mich total gefreut. Und sofort hatte ich süße Strampler im Kopf, Hosen, Mützen… was man nicht alles für so einen kleinen neuen Erdenbürger nähen kann.

Aber dann erinnerte ich mich daran, wie ich mich im 4. Monat fühlte. Man fühlt sich noch nicht so richtig schwanger. Und ganz schlimm: Obwohl der Bauch noch kaum gewachsen ist, passen keine Hosen mehr! Ein Phänomen. Also beschloss ich, die baldige Mama mit einem Umstandsrock zu beglücken.

Da sie Pünktchen mag, war schnell klar, dass es ein Pünktchenrock wird. Ein hübsches Jeansblau mit ganz dunkelblauen Punkten. Dezent und süß. Da der Rock noch am gleichen Tag begeistert abgeholt wurde, konnte ich keinen besseren Bilder machen.

IMG-20160416-WA0000.jpg

Und da die zukünftige Mama so begeistert war, habe ich natürlich sofort beschlossen, ihr noch einen Rock zu nähen. Oder zwei. 😉

Hier habe ich dann nun auch daran gedacht, zwischendurch Bilder zu machen. Als Grundlage habe ich die Anleitung von Mamahoch2 für Ballonröcke genommen, wo ich in meinem Beitrag Röcke. Wie Jogginghose. Nur schicker. schon einmal gezeigt habe, wie ich nach diesem Tutorial Röcke für mich nähe.

Ganz vorne stand wie immer die Stoffwahl. Meine Freundin schickte mir ein paar Bilder von Stoffen, die ihr gefallen und man erkannte schnell, dass es wohl ein schönes Retromuster sein sollte:

20160422_153827Genau mein Geschmack! Und so macht Nähen ja am meisten Spaß. Ich gönnte mir einen Bummel durch alle örtlichen Stoffläden, fand aber nur einen einzigen passenden Stoff. Es ist schon verrückt, dass die Auswahl noch so groß sein kann, aber wenn man etwas ganz bestimmtes sucht, findet man NICHTS!

Einen zweiten Stoff bestellte ich dann online. Da musste ich dann etwas schmunzeln. Meine Freundin geht nämlich dann demnächst mit meiner Tapete im Partnerlook 😎

Passendes Bündchen kaufte ich dann wieder vor Ort, online ist das mit den Farben ja immer so eine Sache.

Nach dem Stoffkauf kommt der Zuschnitt. Der Unterschied zwischen dem „normalen“ Ballonrock und einem Umstandsrock liegt bei mir einfach nur in der Höhe des Bündchen. Ich wählte eine Bündchenhöhe von 50 cm, bzw fertige Höhe dann 25 cm. Klingt wenig, ist aber ausreichend. Die restlichen Maße ergeben sich aus den Maßen der benähten Person. Sollte das Bündchen zu sehr ausleiern, kann man aber auch noch problemlos ein breites Gummiband einziehen.

 

Die Bündchen reichten bei meinem Rock im ursprünglichen Ring leider nicht aus und ich musste stückeln, dafür legte ich die Bündchen aufeinander, um jeweils den Rand abzuschneiden. So dass ich später zwei gleichlange Bündchenteile haben würde, die Nähte also genau seitlich sind. Beim Schneiden waren es dann doch eine ganze Menge Lagen und ich musste den Rollschneider ordentlich quälen…

Das Bauchbündchen sollte man nach dem Zusammennähen nun nochmal auf die korrekte Breite kontrollieren. Bei mir waren es noch ein paar Zentimeter zuviel, so dass ich an einer Seite nochmal großzügig vom Rand entfernt genäht habe. Die liebe Overlock macht ja dann den Rest. 😎

20160427 008

Anschließend sollte man sowohl Bündchen als auch Rock jeweils bei einem Viertel markieren. So kann man beim Annähen gewährleisten, dass das Bündchen auch gleichmäßig gedehnt wird.

Zum Festnähen dann einfach Markierung an Markierung legen und feststecken. Alle offenen Seiten zeigen immer in die gleiche Richtung. Beim Nähen muss man das Bündchen dann gleichmäßig dehnen. Bei solch langen Nähten, markiere ich mir auch jeweils noch die Mitten der Viertel, so dass ich insgesamt 8 Markierungen bzw. Fixierungen habe.

Beim oberen Bündchen ist besonders darauf zu achen, dass ordentlich festgesteckt ist. Da nämlich der Poppes bei uns Damen meist deutlich breiter als der Bauch ist, muss das Bündchen beim Annähen ebenso deutlich gedehnt werden. Und damit am Ende des Bündchens nicht noch eine ganze Menge Stoff über ist, empfehle ich wirklich! ordentlich abzustecken.

Schließlich war der Rock dann fertig.

20160427 017

Inklusive „Zuschnitt“ dauert das ganze nicht länger als 30-60 Minuten. Und weil ich grade dran war, ließ der nächste Umstandsrock nicht lange auf sich warten. Und da die Röcke diesmal nicht sofort von der Nähmaschine auf den Poppes gehüpft sind, hatte ich sogar Gelegenheit, sie zu fotografieren. Und hier die schönen Retroröcke, die hoffentlich zu einer entspannten Schwangerschaft beitragen:

Und weil ich dann grade so schön dran war, gab es auch noch Röcke für mich und meine Schwägerin. Und nein, KEINE Umstandsröcke. Kein weiterer Kindersegen in unsere Familie 😉

Und weil fast schon Donnerstag ist, geht es hiermit zu RUMS.

Ergebnis: Gut. Gelernt: Viel!

Plötzlich erscheinen sie überall. In allen Nähgruppen, auf allen Blogs…. Probenäherinnen, die das ok erhalten haben, ihre Werke zu präsentieren. Wie bei einem Erlkönig werden vorher nur kleine Details gezeigt („Teaser“ im Online-Nähgruppen Fachjargon). Und plötzlich hat man das Gefühl, alle nähen nur noch diesen einen Schnitt. Die Pinwände sind voll davon.

Jetzt gibt es zwei Lager.

  1. Die einen mögen den Schnitt nicht und scrollen jedesmal geduldig, aber augenrollend weiter. Je nach Erfolg eines Schnitts, kann das allerdings Wochen dauern, bis die Bilderflut abebbt. Zwischendurch kommt vielleicht der ein oder andere bissige Kommentar oder eine hitzige Diskussion, wenn jemand versucht, den Hype zu hinterfragen. Hier empfielt sich dann Popcornkauend einfach mal die Kommentare durchzulesen.
  2. Die anderen finden den Schnitt direkt super und lieben jedes einzelne Nähwerk nach diesem Schnitt, weil es Informationen liefert über Passform, Gestaltungsmöglichkeiten, Ideen…

Bei dem Schnitt „Hazel“ von Le-Kimi gehörte ich absolut zur zweiten Gruppe! Ich sah die ersten Bilder und wusste, das wird mein nächstes Werk! Als ich dann gesehen hab, dass es sich um ein gratis Schnittmuster handelte, war ich natürlich ganz begeistert. Die Begeisterung wurde kurz gebremst, als ich das Muster ausdruckte, zusammenklebte und ausschnitt. Schließlich will ich ja nähen und nicht basteln. Aber das gehört nunmal dazu.

Dann kam die Stoffwahl. Geplant war ein Sweat, gerne als „Doubleface“, also mit unterschiedlichen Farben innen und außen.Gekauft habe ich dann einen Jeansstoff. Zwar mit Strechanteil, aber dennoch ziemlich fest. Aber ich sah den Stoff und hatte sofort „meine“ Hazel im Kopf.

Nach einer Stunde, war alles zugeschnitten und von meinen 2 Meter Stoff auch kaum was übrig. Und das bedeutete, dass die Kapuze auch einlagig werden musste. Einen Kombistoff wollte ich nicht mit rein nehmen. Aber es ist ja eine schöne Übung, Nähte hübsch zu machen. Bei einer einlagigen Jacke ja eh notwendig. Ich habe es mir aber einfach gemacht. Mit der Overlock genäht und versäubert, dann mit einem Jerseystich (da der Stoff ja dehnbar ist) eine zusätzliche Naht daneben genäht und anschließend die Nahtzugabe festgenäht. Sauberer wäre eine sogenannte französische Naht oder Kappnaht gewesen. Aber ich bin auch so zufrieden.

Bzw. ich war es…. Da ich es gewohnt bin, dass mir die angegebenen Größen auch gut passen, habe ich die Jacke auch komplett fertig genäht und erst nach dem Säumen mal anprobiert. DAS war ein fataler (Anfänger-)Fehler!

Die Arme waren etwas eng, aber sonst ok. Aber der Rest saß überhaupt nicht. Es war einfach überall zuviel Stoff! Das lag aber nicht etwa an meiner feengleichen Gestalt (*räusper*), sonder daran, dass der Stoff einfach nicht so fiel, wie für den Schnitt vorgesehen. Jersey oder Sweat fällt weich und umspielt somit den Körper, so macht der viele Stoff die Jacker schön leger. Bei meinem Jeansstoff stand das dann aber überall komisch ab. Vorne sah es aus wie eine Tonne, hinten wie ein Frack. Enger machen ist ja grundsätzlich nicht das Problem und weil sogar am Rücken eine Naht ist, gibt es genug Stellen, an denen man nachjustieren kann. ABER: Ich Schlaumeier hatte ja schon alles gesäumt. Und da ich während des Nähens mehrfach die Art zu säumen änderte (auch so ein Anfängerfehler! In Zukunft: Erst planen, DANN nähen), könnte ich den Saum auch nicht einfach entfernen. Also wird der Saum jetzt durch mehrere Nähte unterbrochen und musste angebastelt werden. Vorne musste ich den Stoff ganz blöd umklappen, weil auch schon der Verschluss befestigt war und das gar nicht so einfach war.

Ich weiß nicht, ob es nun besser gewesen wäre, den kompletten Saum abzuschneiden, die Änderungen zu machen und dann nochmal komplett neu zu säumen. Ich hätte dafür aber nicht genug Jeansstoff gehabt, sondern hätte auf Bündchenware zurückgreifen müssen. Aber wenn man nicht genau hinsieht, sieht meine Hazel wirklich gelungen aus. Auf jeden Fall individuell 😎 Also darf sie so bleiben und wird auch in der Öffentlichkeit getragen!

20160412 024

Aber um anderen Mut zu machen, auch mal andere Stoffe zu probieren und tapfer weiter zu nähen, auch wenn es ganz schlimm aussieht, hier mal Bilder der gebastelten Stellen, die man wirklich hätte vermeiden können:

Und damit geht es dann rüber zu RUMS!

Männer benähen….

Ich habe mich lange dagegen gesträubt, meinen Mann zu benähen. Und ich mache es noch immer nicht gerne. Ich weiß gar nicht warum. Ist es der eigene Anspruch, es dann besonders perfekt zu machen? Die Angst, der Mann trägt es nur aus Höflichkeit oder (Gott bewahre) Mitleid? Oder einfach banale, rein praktische Gründe: Die laaaaaangen Nähte. Der hohe Stoffverbrauch? Oder die eingeschränkte Farbwahl aus Grau, Schwarz und „darf ruhig bunt sein“ = Dunkelblau.

Aber nachdem ich mir dann das Schnittmuster Miro für die ganze Familie zugelegt habe und auf dem Stoffmarkt dehnbaren Sweat gekauft hatte, musste ich ja irgendwann ran. Außerdem besaß ich mittlerweile eine Overlock-Maschine, die langen Nähte waren also auch kein Grund mehr… Also los! Als erstes pauste ich das Schnittmuster in der Größe meines Mannes ab und schnitt die einzelnen Teile aus. Allein das dauerte schon zwei Stunden. 20160308_154841Als nächsten Schritt plante ich (zusammen mit meinem Mann), welche Farben verwendet werden. Das führte dazu, dass der Pulli nicht mehr meinen Vorstellung entsprach, was meine Lust am Nähen noch mehr schmälerte.

Es dauerte nochmal zwei Wochen bis ich mich endlich an den Zuschnitt machte. Dann ging es aber recht zügig und kurz danach war der Pulli fertig. Unten senfgelb, die Arme grau und der Rest Olivgrün. Der Innenteil des Kragen aus dem süßen Bullistoff, den der Kleine ebenfalls am Pulli trägt. Also sogar bisschen Partnerlook. Feuerprobe also einigermaßen bestanden.

Beim nächsten Stoff-Onlinegroßeinkauf („Ich brauch nur Bündchen“), stolperte ich über einen wunderbaren Sommersweat in Jeansblau. Ein 1,90m Reststück im Angebot. 1,90m reicht für einen Papa-Pulli und einen Sohnemann-Pulli. Also gekauft. Diesmal sollte es wieder der Miro, aber ohne Unterteilung werden.Damit sich das Unterfangen nicht wieder Ewigkeiten hinzieht, habe ich auch am gleichen Tag der Lieferung noch zugeschnitten. Und wie das bei mir so ist: Wenn die fertigen Stoffteile vor mir liegen, gibt es kein Halten mehr. Also waren die beiden Pullis ratzfatz zusammengenäht. Da mir die aber etwas zu simpel erschienen, beschloss ich, meine neue, mit viel zu vielen Stichen ausgestattete Nähmaschine zu nutzen. Die hat nämlich einen ganz netten Fake-Coverstich. Und ich bin großer Fan von Covernähten. Also auffälligen, breiten Ziernähten. Ich nahm ein Stück vom Sweat und erstellte ein paar Probenähte in verschiedenen Farben. Mein Mann durfte sich dann eine Farbe aussuchen.

20160320 002

Er wählte (wer hätte es geahnt) grau. Aber ich finde die Kombi auch recht schön, also war das genehmigt 😉 Ich nähte also über jede der vier Armnähte einen Fakecoverstich. Boah, dauerte das lange! Ich habe auch noch den Startknopf statt des Fußpedals genutzt und so war das Nähen dieser Ziernähte irgendwie wie das Fahren von 100km auf einer leeren Autobahn. Mit Tempomat. Mit 80 km/h. Gääääähn…..

Aber ich finde, es hat sich gelohnt. Die Covernähte werten den Pulli doch enorm auf.

Da mein Mann keine Kapuzen sonderlich mag, stellte sich nun die Frage, welcher Kragen. Er stellte mich wiedermal vor eine schier unlösbare Aufgabe „Irgendwas cooles so an der Seite“. Ahja.

Nachdem ich im Internet suchte, Facebookgruppen befragte und mich bei Pinterest inspirieren ließ, entschied ich mich für einen Wickelkragen mit Paspel am Rand. Nach einigem hin und her, Schnittmuster ausschneiden zusammenlegen, neu abpausen…. war endlich das Schnittmuster fertig. Und kurz danach auch der Kragen. Leider wurde es überhaupt gar nicht so, wie ich mir vorgestellt habe. Die Paspel ist ganz furchtbar eingenäht. Ausgerechnet vorne sieht man zwei Nähte (meine und die der Paspel), der Kragen ist zu hoch für seine dicke, oder anders gesagt, der Kragen ist zu dünn für seine Höhe. Dadurch steht er nicht, sondern fällt in sich zusammen. Mit etwas hinzuppeln und fixieren war der Kragen aber dann ok. Und eins ist er ganz sicher: Individuell!

Für den Kleinen habe ich den Kragen etwas vereinfacht. Unten ist er einfach gerade und statt einer Paspel gab es nur eine Fakepaspel, also ein Streifen Jersey, der erst festgeheftet wird und dann wie eine Paspel eingenäht wird. Aber das stört ja nicht. Im Gegenteil. Hier passt auch Höhe und Kragenstärke und ich finde, er sieht sehr süß aus!

Nächstes Problem war dann, passendes Bündchen zu bekommen. Im Onlineshop gab es keinen, also bin ich die örtlichen Stoffgeschäfte abgefahren, ausgerüstet mit einem Stück vom Sweat und habe nach passendem Bündchen gesucht. Natürlich habe ich KEIN Bündchen gefunden…. Also habe ich doch online bestellt, was ja ein halber Blindflug ist, wenn man einen ganz bestimmten Farbton sucht. Aber da war dann ein passendes Bündchen dabei. Glück gehabt 😎

Und hier das Ergebnis. Also ich finde den Partnerlook ja total süß.

Wendehosenkopfchaos

Heute habe ich eine weitere super bequeme Hose nach einem selbst gebastelten Schnittmuster genäht, das ich hier bereits vorgestellt habe.

Und wieder sollte es eine Wendehose werden. Für eine Seite wählte ich einen süßen Tierstoff aus dem Hause Lillestoff, der toll zu einem braun-türkisen Ringelbündchen passt, das schon lange im Schrank wartet. Die andere Seite sollte schlicht uni werden. Einer meine Favoriten hier ist die Trendfarbe „schlamm“. Oder, wie man in höheren Kreisen sagt, „taupe“, gesprochen wird das Tooop. Ist halt ein Braungrau 😉

Da Braungrau allein aber doch etwas fad wirkt, habe ich aus dem Bündchenstoff noch ein Herz appliziert und eine Knopfleiste mit einer Ziernaht angedeutet. Das Herz habe ich mit einem groben Zickzack angenäht, ich mag das so schön rustikal. Für die Ziernaht habe ich den Overlockblindstick meiner Nähmaschine missbraucht. Das war einer der wenigen Stiche, die auch bei einer einzelnen Lage Jersey ein vernünftiges Stichbild erzeugen.

Dann werden die einzelnen Hosen und die Bündchen zusammengenäht. Soweit so einfach. Und mit der Overlock auch ratzfatz gemacht.

An diesem Punkt merke ich dann, dass ich die Wendeöffnung vergessen habe. Naja. dann trennte ich eben nochmal ein Stück auf. Eine Ovinaht trennt sich deutlich besser auf als z.B. ein Dreifachgradstich. Also merke: Wendeöffnung nicht vergessen!

Dann wurde es tricky. Da ich ja bereits mehrere Wendehosen genäht habe, hielt ich es nicht für nötig, nochmal in die Anleitung zu schauen. Ich nehme dafür übrigens das Tutorial von Olilu: Wendehose mit Bündchen. Ich steckte die Hosen ineinander. Und ich wusste, die Beinbündchen werden durch die Wendeöffnung angenäht. Aber es scheiterte schon daran, dass ich nicht wusste, ob die Hose dafür bereits gewendet sein musste oder nicht. Also musste ich am Ende doch die Anleitung zu Hilfe nehmen. Man wird eben nicht jünger und das Gedächtnis wird nicht besser.

Aber nun konnte es endlich losgehen. Zuerst werden die Hosen ineinander gelegt. Die Hose mit der Wendeöffnung ist außen. Die rechten Seiten zeigen zueinander. Zwischen diese Lagen kommt dann oben das Bauchbündchen. Die offenen Seiten liegen alle übereinander, das Bündchen verschwindet also nach innen. Das ganze wird dann festgesteckt und komplett zusammengenäht:

Danach darf das erste mal gewendet werden. Hier sollte man auch direkt schauen, ob auch alle Lagen erwischt wurden. Korrekturen sind noch einfach vorzunehmen.

20160320 036

Und jetzt wird es richtig spannend. Man steckt die Hosen ineinander. Anschließend klappt man die innere Lage des Hosenbeins 2 cm nach außen, die äußere Lage nach innen. Dazwischen steckt man dann das Beinbündchen. Die offenen Seiten zeigen Richtung Bauchbündchen, sind aber im inneren des Hosenbeins. Dieses Päckchen zieht man dann durch die Wendeöffnung nach außen. Ich stecke die Lagen vorher etwas fest, damit ich nach dem Durchziehen durch die Wendeöffnung noch weiß was wohin kommt. Das sieht nämlich seltsam aus:

20160320 037

Das Bündchen wird dann festgenäht. Das ist wirklich etwas fummelig und man muss sehr gut darauf achten, dass immer alle vier Lagen mit vernäht werden. Ich musste zweimal auftrennen, weil das Bündchen nicht ganz mitgenommen wurde. Und am Ende gibt es nun noch immer eine kleine Stelle, wo das Bündchen offen ist. Nach dem annähen sieht es übrigens immernoch seltsam aus:

20160320 038

Hier ist auch schön zu sehen, wie schwierig es war, alle Lagen unter die Ovi zu quetschen. Die Naht dadurch eine Katastrophe. Aber das schöne ist ja: Bei einer Wendehose sind die Nähte gut versteckt und sehen nie wieder das Tageslicht.

Dann zieht man die Beine wieder am Bündchen zurück durch die Wendeöffnung und fertig ist die Wendehose:

Fast fertig. Man muss natürlich noch die Wendeöffnung verschließen.

Sie ist nun wirklich nicht perfekt geworden. Wie gesagt, ist das Bündchen nicht ganz erfasst worden und an einem Bein hat sich das Bündchen beim (dritten) annähen auch so verdreht, dass die Naht nun vorne ist. Aber irgendwann ist nun einmal der „mir egal, ich lass das jetzt so“-Punkt erreicht und man beschließt, dass die Hose fertig ist. Und beim Tragen sieht man solche Dinge ja eh kaum. Jedenfalls achtet keiner drauf. und wenn doch. Ist eben ein Unikat 😎

Und hier noch ein paar Tragefotos. Auch wenn der Kleine kurz vorm Mittagsschlaf so gar keine Lust hatte. Aber das Leben mit nähender Mama ist nun einmal kein Zuckerschlecken 😉

Röcke. Wie Jogginghose. Nur schicker.

Im Laufe der Schwangerschaft steht jede werdende Mutter irgendwann in der Umkleidekabine oder auch zu Hause vor dem Spiegel und zieht zum ersten Mal eine Umstandshose an. Ich habe damals beschlossen diesen Segen der Menschheit nie wieder auszuziehen. Gegen Ende der Schwangerschaft, wenn man auch irgendwann nur noch zu Hause ist, wird man aber dann so konsequent, dass man Jogginghosen trägt. Auch in den ersten Wochen nach der Entbindung sind Jogginghosen die erste Wahl.

Doch irgendwann will man ja wieder aussehen wie ein Mensch. Aber ganz ehrlich. Nach langen Monaten in Umstands- und Jogginghosen fühlen sich normale Jeanshosen an, als hätte man eine Stahlrüstung an. Und da gibt es eine ganz tolle Alternative, die man auch ruckzuck genäht hat: Röcke. Die von mir gewählte Variante als Ballonrock nach der Anleitung von Mamahoch2 ist nicht weniger bequem als eine Jogginghose. Ist aber absolut alltagstauglich!

Man benötigt (je nach Größe) irgendwas zwischen 30 und 50 cm Stoff. Baumwolljersey, Viskose, Webware…. hier ist der Auswahl eigentlich keine Grenze gesetzt. Ich persönlich finde Baumwolljersey am angenehmsten. Ein paar Worte über die unterschiedlichen Stoffarten findet ihr auch unter dem Punkt Stoffe auf meiner Seite Nähzutaten. Und dann benötigt man noch passendes Bündchen und ca. 1 Stunde Zeit. Der Rock ist nach 5 Nähten bereits fertig! Ich habe das Glück, dass manche Bündchen schon passende Breite im Schlauch haben. Nochmal eine Naht gespart. 😉

Beim Annähen des Bauchbündchen sollte man gut abstecken, da die Breite des Rockes und die des Bündchen doch recht unterschiedlich sind. Das Bündchen wird also stark gedehnt und ohne ordentlich festzustecken wird das schnell ungleichmäßig. Nach diesen 4-5 Nähten ist der Rock dann schon fertig. Kombiniert mit  neutralem Oberteil und blickdichter Strumpfhose ist man immer ordentlich gekleidet…. und fühlt sich aber wie in den guten alten Jogginghosenzeiten. 😎

Ich besitze mittlerweile sechs dieser Röcke und ich bin sicher da kommen noch mehr.

Einziges Problem ist, dass die Röcke keine Taschen haben. Ich werde mich mal an einer Nahttasche versuchen, evtl mit Reißverschluss. Damit man wenigstens mal ein Tempo oder so verstauen kann.

Zum Schluss noch Tragefotos. Da ich aber nicht gerade gerne vor der Kamera stehe, gibt es nur Schnapsschüsse aus dem letzten Urlaub. Ich hoffe man erkennt die Röcke trotzdem ganz gut.

Und damit geht es zu RUMS, wo jeden Donnerstag, Frauen Dinge zeigen, die sie NUR FÜR SICH genäht, gehäkelt, gebastelt haben. Denn da muss man ehrlich sein: Für sich selbst näht man am Ende noch am seltensten….

Mut zu Streifen!

Früher dachte ich, dass das mutigste an Streifen sei, wenn man sie auch mit 3 oder 10 Kilo zuviel am Körper getragen hat. Insbesondere die Variante in Quer. Seit ich nähe, weiß ich, was tatsächlich mutig ist: Streifenstoff zu vernähen! Jedenfalls, wenn man nicht der genauste Typ ist. Und ich bin eher der Pareto-Typ (Vorsicht, bisschen Zahlenspielerei): Es gibt Dinge, da erreicht man 80% des Ergebnisses mit 20% Aufwand. Um bis auf 100% des Ergebnisses zu gelangen, benötigt man die restlichen 80% Aufwand. Das nennt man Pareto-Prinzip. Da (Achtung, Angebeter-Zitat) ein gutes Pferd nur so hoch springt wie es muss, bin ich normalerweise eher der 80% Typ. Aber bei Streifen reichen 80% des Ergebnisses leider nicht.

Lange Rede kurzer Sinn: Damit Streifen nicht furchtbar schief aussehen, muss man es wirklich ordentlich machen! Daher hab ich mich davor immer gedrückt. Da ich aber letztens einen hübschen Ringelstoff ergattert habe, habe ich mich der Herausforderung gestellt. Schon länger geplant war ein Geburtstagsshirt für meinen Sohn. Der wird bald 1 Jahr alt. (Ich muss jetzt nicht erwähnen, wie sehr die Zeit rennt…. ) Für den Nachmittagskaffee wartet schon ein gestrickter Pullunder von der lieben Oma, für das Frühstück darf es weniger gediegen sein. Da sollte es ein einfaches Ringelshirt mit einer applizierten Zahl sein. Eigentlich finde ich sowas etwas affig, aber andererseits ist es auch eine schöne Erinnerung.

20160228 014.JPGBeim Verarbeiten von Streifen ist natürlich ein grader Zuschnitt das A&O. Erste Herausforderung: Den Bruch so zu legen, dass die Streifen auch übereinander liegen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Der Ringelstoff ist ein dünner Viskosejersey, den ich grundsätzlich ganz gerne für Babyshirts nehme. Wegen der guten Dehnbarkeit und weil er schön leicht ist. Aber es ist keine Baumwolle, daher mag das sicher nicht jeder für sein Kind. Die gute Dehnbarkeit und die dünne Verarbeitung macht den Stoff aber auch sehr rutschig. So dass es gar nicht mal so einfach war, den Bruch ordentlich zu legen. Aber mit etwas Geduld ging es natürlich.

Dann werden erst Vorder- und Rückteil zugeschnitten. Hier konnte ich mich dann beim unteren Rand an den Streifen orientieren, so dass das Muster genau grade auf dem Stoff lag. Ich sorgte dafür, dass die Streifen unter den Armlöchern (also in Achselhöhe) bei Vorder- und Rückteil identisch sind. Von dort nach oben weichen die Schnittteile in ihrer Form ab.20160228 015

 

Anschließend werden die Arme zugeschnitten. Auch hier nahm ich die Achsel als Orientierungspunkt. ich schaute also, dass auch beim Ärmel, der helle Streifen etwas unterhalb der Achsel liegt. Normalerweise schneide ich die Ärmel in doppelter Stofflage zu, so dass man direkt auch den spiegelverkehrten Arm hat. In diesem Fall machte ich das jedoch nacheinander.

Nachdem die 4 Teile zugeschnitten waren, musste das Vorderteil nun dekoriert werden. Von meiner Namenswimpelkette hatte ich noch ein Stück von einem grünen Streifenstoff übrig, auf das bereits Vliesofix aufgebügelt ist. Vliesofix ist ein dünnens Vlies, das beidseitig durch Bügeln klebrig wird. Man kann damit also quasi selbst Bügelbilder herstellen, bzw. Applikationen auf dem Stoff fixieren. Ich habe mittlerweile einen recht großen Fundus an kleinen „Stoff-mit-Vliesofix“-Resten. Perfekt für kleine Applikationen. Zuerst kam also eine „1“ aufs Shirt. Und weil die alleine etwas einsam aussah, beschloss ich, der Zahl noch ein Krönchen aufzusetzen. Die Zahl habe ich nach dem Aufbügeln mit einem Gradstich fixiert. Bei dem Krönchen habe ich mir das gespart, ich hoffe einfach, es hält auch so.

Dann ging es ans Zusammennähen. Hier muss man natürlich schauen, dass die Linien wie geplant aufeinander treffen. Ganz 100% hat es bei mir nicht geklappt, aber ich bin dennoch mächtig stolz, da ich doch recht nah an 100% gekommen bin. Für mich jedenfalls. Oder wie ich gerne sage: Im Rahmen meiner Fähigkeiten ist das super so!

20160228 021

Dann noch die Seitennähte schließen (auch hier natürlich auf die Linien achten!), Bündchen dran und fertig ist das Geburtstagsshirt!

Und hier noch ein paar Detailaufnahmen, um auch nochmal mit meinen getroffenen Linien anzugeben 😉

Tragefotos gibt es (noch) keine. Schließlich sind es bis zum Geburtstag noch ein paar Wochen!

A striped Star

Letztens waren meine liebe Freundin und ich in einem Stoffgeschäft, dass kurz vor der Schließung stand auf Schnäppchenjagd. Unter anderem erstand ich einen dunkelblau-rot gestreiften Jersey. Eigentlich kaufe ich normalerweise eher Brauntöne oder Grautöne. Mal Türkis noch oder Senfgelb. Aber dieser Ringeljersey gefiel mir wirklich gut. Außerdem hatte ich noch einen roten Jersey aus einem Überraschungspaket zu Hause. Die Idee zum Pulli hatte ich da schon im Kopf. Eine Negativ Applikation sollte es werden.

Dazu habe ich wie gewohnt die Schnittteile zugeschnitten. Auf das Vorderteil habe ich dann (nach Vorlage) einen Stern auf die rechte Seite gemalt. Dazu verwende ich einen Trickmarker, der sich durch Wasser entfernen lässt. Andere zeichnen die Applikation sicher hinten auf, aber bei meiner Maschine ist das Stichbild von oben deutlich schöner, so dass ich lieber auf der rechten Seite nähe. Dann steckt man den Hintergrund der Applikation auf die Rückseite des Schnittteils. Hier muss man darauf achten, dass der Stoff auch das gesamte Motiv bedeckt und die rechte Seite zum Vorderteil zeigt. Also links auf rechts. Dann wird von vorne der Stern mit einem einfachen Gradstich nachgenäht. Um einen „abgeranzten“ Look entstehen zu lassen, kann man, so wie ich hier, auch noch parallele Linien auf die Applikation nähen. Der Jersey des vorderen Stoffs bleibt dann auf diesen Linien erhalten. Da ich nicht so geschickt im freien Nähen bin, habe ich mir diese Linien ebenfalls vorgemalt.

Danach muss man die vielen Fäden nach hinten bringen und dort verknoten. Bei mir 20 Stück. Eine Arbeit, die ich am Nähen so gar nicht mag… Aber auch das gehört dazu. Anschließend sollte man noch den Hintergrundstoff soweit wie möglich an der Naht kürzen.

Dann wird es spannend. Auf der Vorderseite schneidet man jetzt vorsichtig den vorderen (hier roten) Stoff weg. Man muss sehr aufpassen, dass man nicht aus Versehen in den Hintergrundstoff schneidet. Das wäre echt ärgerlich!

Ich hatte wieder Glück und habe nur den roten Stoff erwischt:

Anschließend wird der Pulli wie gehabt zusammen genäht.

Auf den Ringelärmel bin ich ganz schön stolz. Ich schaffe es nämlich selten dass sich die Linien treffen. Daher vernähe ich grundsätzlich nur ungern Streifen, obwohl ich die total super finde. Aber Streifen verzeihen keinen schiefen Zuschnitt und keine schiefe Naht. Bündchen hatte ich kein passendes da, also nahm ich auch dafür den geringelten Jersey.

 

… und die zweite folgt sogleich!

Nachdem die erste Tasche so gut funktioniert hatte, und der Stoff für die Zweite schon darauf wartete, verarbeitet zu werden, macht ich mich am Wochenende schon an meine zweite Tasche.

Hier das benötigte Material, wobei der Retrostoff natürlich Geschmackssache ist. Wer mich kennt, weiß aber, dass ich so ein Muster ohne mit der Wimper zu zucken auch an die Wand tapezieren würde. 😉 Ansonsten wählte ich für unten Kunstleder (viel zu teuer im Bastelgeschäft eingekauft), für oben braunen Breitcord (mein geliebter Opahosencord) und innen einen blauen Baumwollstoff.

 

Zuerst werden die Stoffe zugeschnitten und anschließend je nach Bedarf mit Vlieseline verstärkt. Was man NICHT tun sollte… die Verstärkung auf das Küchentuch bügeln, statt auf den Stoff… Ein Glück, dass zwischen Vlieseline und Bügeleisen noch das Tuch war, sonst hätte ich den Kleber am Bügeleisen gehabt… Und ich frag mich immer, wie andere es hinbekommen, ihr Bügeleisen mit Vlieseline zu versauen…. Und ich SCHWÖRE, ich habe fünf mal geschaut, ob es richtig herum liegt! Hätte wohl besser sechs mal geschaut… 🙄

Zuerst werden dann die Außenstoffe jeweils zusammengenäht. Da ich dieses Mal Baumwollstoff statt Kunstleder in der Mitte hatte, gab es beim Absteppen hier auch keine Probleme. Anschließend werden die Innentäschchen genäht und angebracht, die Reißverschlüsse vorbereitet, und weitere solche „Piedelaufgaben“ bevor es ans eigentliche Zusammennähen geht.

Zum Glück ist (wie ja schon letztes Mal erwähnt) alles sehr genau in der Anleitung beschrieben. Mit vielen Bildern, so dass man auch immer schauen kann, ob man auch immer die richtige Seiten festnäht und nicht plötzlich der Reißverschluss ins Innenfutter zeigt.

Und dann wird es spannend. Die eigentliche Tasche wird zusammengenäht. Hierbei ist die größte Herausforderung, dass eine ganze Menge starren Stoffs unter die dann plötzlich sehr kleine Nähmaschine muss…

20160221 057

Und dann kommt immer der spannendste Moment. Das Wenden. Erst dann sieht man, ob wirklich alles da ist, wo es hingehört. Und nicht plötzlich die Gurtbefestigungen innen sind oder der Reißverschluss eben nach innen zeigt. Außerdem sieht man zum ersten Mal, ob die gewählten Stoffe auch so zusammen wirken wie man das vorher im Kopf hatte. Vernäht sehen manche Stoffe nämlich plötzlich ziemlich blöd aus.

Ich hatte großes Glück, alles war da, wo es hingehörte, und die Stoffauswahl gefällt mir immernoch 🙂 Dann musste nur noch die Innentasche in die Außentasche gesteckt werden.

Beim Gurtband machte ich es mir diesmal ganz einfach. Ich nahm den Träger einer vorhandenen, gekauften Tasche, die ich ewig nicht benutzt hatte. Es handelt sich um ein Baumwollgurtband, das farblich gut passte. Und man muss ja nicht immer das Rad neu erfinden. Et voilà: Meine zweite Foldover:

Natürlich wieder mit Handy-Innenfach und Reißverschlussfach innen. Hier noch ein paar Detailaufnahmen:

Mein Material ist jetzt erst einmal aufgebraucht, aber ich bin mir sicher, dass sich das auch nochmal ändert 😀 Außerdem habe ich eben erst festgestellt, dass es bei dem Schnittmuster auch eine Taschenvariante mit Außenfach gibt. Das muss SELBSTVERSTÄNDLICH auch ausprobiert werden!