Den Rest siehst du… wenn das Licht angeht

Auf meiner Facebookseite zeigte ich letztens einen geplotteten Rahmen für eine liebe Freundin. Also einen mit Vinyfolie dekorierten Rahmen. Das besondere daran war, dass dieser mit einer Lichterkette ausgestattet wurde und mit Hilfe zweier Folienschichten dafür gesorgt wurde, dass man ein Teil des Bildes erst sieht, wenn die Lichterkette eingeschaltet wird.

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Obwohl es da einige Anleitungen im Internet gibt, wurde ich immer wieder nach einer Anleitung gefragt. Und was tut man nicht alles?

Also, was benötigen wir für einen solchen Rahmen?

  • ein tiefen Rahmen mit Abstandhalter (z.B. Ribba von Ikea)
  • Lichterkette (z.B. LED-Stripes von ACTION oder Drahtlichterkette von Tedox)
  • Folie (ich habe schwarze Vinyl-Folie verwendet und weiße d-c-fix)
  • Ein Stück Spiegelfolie oder Alufolie
  • Einen Plotter

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Zuerst erstellen wir die Datei. Dazu habe ich zuerst einmal das gesamte Motiv in der Studio-Software erstellt. Die untere Schrift ist „Om Telolet Om“, die obere „Honey Script“.

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Anschließend schauen wir, dass die Größe auch passt. Beim Ribba-Rahmen sind es 23×23 cm, bei dem Rahmen von dm 20×20 cm.

Das Motiv, das vorne sichtbar sein soll, habe ich dann in eine neue Datei kopiert. Ich gruppiere vorher immer alles, so dass sich nichts verschiebt. Das muss also schonmal in Schwarz geplottet werden:

Dann benötigen wir noch das, was nur bei angeschaltetem Licht sichtbar sein soll. Dazu wird um alles, was einen beleuchteten Rand bekommen soll ein Offset gemacht. Die Größe des Offsets ist Geschmackssache. Die ursprüngliche Schrift wird dann herausgelöscht. Allzukleine teile (z.B. innerhalb eines O) lösche ich auch noch raus. Ich finde es außerdem hübsch, wenn man außenrum auch einen leuchtenden Rand hat. Also ziehe ich auch noch ein Quadrat um das Motiv, dass ca. 1-2 cm an jeder Seite kleiner ist als der Rahmen. Und jetzt ganz wichtig: SPIEGELN! Diese schwarze Folie soll an die Rückseite des Glas. Nach vorne hin zeigt dann ja quasi die Klebeseite. Dann wird das Motiv mit schwarzer Folie geplottet und negativ entgittert. Also alles raus, was später sichtbar sein soll:

Ich Schlaumeier hatte hier übrigens vergessen, die Stinkefinger der Katze zu entgittern. Aber dazu später nochmal. Bei euch sollten hier jetzt auch die Finger sichtbar sein!

Jetzt müssen wir das alles nur noch zusammenfügen.

Zuerst wird die weiße Folie auf das Maß der Glasscheibe geschnitten. Dazu kann man prima das Glas als Schablone nutzen. Ich habe hier matte weiße d-c-fix Folie verwendet. Ich löse immer nur ein Stückchen vom Träger, klebe das auf und arbeite mich dann langsam mit Hilfe eines weichen Tuchs vor. Die Folie kann auch großzügig geschnitten sein und erst nach dem Aufkleben die überstehenden Ränder abschneiden. geht super mit einem Rollschneider, wenn man das Glas dann quasi als Linieal nutzt. Wer trotzdem Schwierigkeiten hat, die Folie blasenfrei aufzukleben, kann auch nassverkleben. Das habe ich selber noch nicht gemacht, aber da gibt es sicher einige Infos über Google zu finden.

Anschließend kommt dann auf die weiße Folie das schwarze Negativ-Motiv:

Wenn hier Blasen ode öhnliches sind, ist das nicht dramatisch, die Folie ist ja später nicht sichtbar.

Das Frontmotiv kommt erst später. Zuerst kleben wir die Spiegelfolie oder die Alufolie an die Rückseite der Wand. Das sorgt für etwas bessere Lichtverteilung.

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Die LED-Leiste habe ich dann auf den Abstandshalter geklebt. Bei 1 Meter Länge passt es mit dem Ribbarahmen einmal herum und ein kleines Stück bleibt übrig. Das hab ich einfach weitergeklebt. Das Kabel habe ich ein Stückchen aus dem Rahmen rausgezogen. Das Batteriefach kommt später einfach hinter den Rahmen oder wird an die Rückseite geklebt.

Jetzt bauen wir den Rahmen zusammen und schalten ihn ein. Man sieht jetzt schön das negative Motiv leuchten und kann so das Frontmotiv passgenau positionieren:

Aufkleben und fertig. 🙂

An dieser Stelle ist mir dann auch mal aufgefallen, dass die bösen Finger fehlen. Also habe ich die noch fix aus dem fertigen Rahmen entgittert:

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Hier sind noch weitere Beispiele. Bei dem Wort-Mosaik des schönsten Gebäudes der Welt (Für Nicht-Trierer: Das ist die Porta Nigra) habe ich LED-Draht aus dem Tedox verwendet. Das ist aber leider zu dunkel, so dass der Effekt nicht so wirklich gut ist. Außerdem sind mir bei dem Wortmosaik die Hälfte der Buchstaben abhanden gekommen. Der Rahmen ist also nicht gut gelungen. Naja, ich lasse ihn euch trotzdem als Beispiel da. Hier sehr ihr die Rahmen ausgeschaltet, eingeschaltet bei normalem Raumlicht und eingeschaltet bei abgedunkeltem Raum:

So, und nun viel Spaß beim Nachmachen! Die verwendete Katzen-Datei habe ich selbst erstellt und ihr könnt sie hier als Studio-Datei herunterladen: Stinkefingerkatze in der Dropbox

Bitte beachtet, dass ich selber Plotterneuling bin, die Software noch nicht bis ins Detail kenne und die Datei nicht probegeplottet wurde oder sowas. Sie hat also keinerlei Qualitätsanspruch. Tut damit, was immer ihr wollt, verwenden, zeigen, gewerblich nutzen…. außer sie als euer eigenes Werk auszugeben. Und ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr mich als Quelle benennt und auch meiner Facebookseite einen Besuch abstatten würdet: Fadenentspannung bei Facebook

 

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8 Kommentare zu „Den Rest siehst du… wenn das Licht angeht

  1. Vielen Dank für die tolle Idee! Hab’s gleich mit nem eigenen Motiv nachgemacht… allerdings sieht man bei mir auch bei ausgeschaltetem Licht die Schrift in der schwarzen Folie… ich habe die d-c-fix Folie Milchglas genommen, vielleicht ist die zu durchsichtig? Hast du richtig weiße Folie benutzt? Vielen Dank auch für die tolle Datei mit der Katze, die wird mein nächstes Projekt schmücken 🙂

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